Vorträge
Vorträge im Wintersemester 2021/2022 – Themenschwerpunkt: „Archäologie am Fluss“
Mittwoch, 20. Oktober 2021, 18 Uhr c.t.
Hybridvortrag - siehe Informationen im Anschluss
Tomaž Nabergoj (Narodni muzej Slovenije, Ljubljana)
The Ljubljanica river and its archaeological legacy from the Medieval and Early Modern Period
The Ljubljanica river was an important communication route in central Slovenia from prehistory onwards. The National museum of Slovenia has more than 6000 river finds from all periods, many of them from Medieval and Early Modern Era. The river played a special role for the medieval town of Ljubljana, besides being a waterway, it served as a source of water and food as well as of energy and drainage for various crafts. Archaeological finds, such as fishing gear, pottery, table knives, agricultural tools, arrowheads for hunting etc. document activities connected to the river and nearby marshes. The finds also consist of weaponry, including swords, combat knives, spearheads, arrowheads, and pole arms, as well as equestrian and horse gear. We will present various topics, related to interpretations of river finds: stratigraphy and spatial distribution of objects, landscape networks, long term phenomena and reasons for the deposition of objects, also in relation to written sources.
Tomaž Nabergoj (1965) studied archaeology and history at the University of Ljubljana. His PhD was on medieval arms and armour from the Ljubljanica. From 1995 he has been working in the National museum of Slovenia in Ljubljana as a curator for the archaeology of High and Late Middle Ages. He was co-author of various temporary exhibitions, e.g. on water-finds and cultural history of the Ljubljanica river (2009), and on chivalry in the Slovenian lands (2012), as well as of a permanent archaeological exhibition on Middle Ages (2016). Currently he is working on an exhibition on deserted medieval urban settlement Gutenwerd.
ACHTUNG: bei persönlicher Teilnahme Anmeldung zur Veranstaltung bis 19.10.2021 unter: claudia.theune@univie.ac.at
Es gelten die 2,5-G-Regel bzw. die zum Zeitpunkt gültigen COVID-Maßnahmen.
Falls Sie online teilnehmen möchten, können Sie sich unter folgendem Link zuschalten:
https://univienna.zoom.us/j/93268571341?pwd=R2oxeDNrTWV0d0xvY3ZicWZoMjUyZz09
Uhrzeit: 20.Okt..2021 06:00 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
Thema: Vortrag Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie
Sie können auch über den Zoom-Client teilnehmen, wenn Sie folgende Daten verwenden
Meeting-ID: 932 6857 1341
Kenncode: 250285
Mittwoch, 1. Dezember 2021, 18:00 Uhr
Jahreshauptversammlung 2021 und anschließender Vortrag
Aufgrund des behördlich verhängten Lockdowns findet die Veranstaltung online statt! Weitere Informationen finden Sie hier.
Iris Nießen (Bamberg)
Hafen/Handel/Handwerk – Die Entwicklung zum Stadtquartier am Regensburger Donauufer (Ausgrabung Regensburg Donaumarkt 2009–2012)
Die Entwicklung der mittelalterlichen Stadt Regensburg war maßgeblich durch ihre Beziehung zur Donau geprägt. Als wichtiger Fernhandelsweg bildete der große Strom deren wirtschaftliche Grundlage und sicherte die Versorgung mit regionalen Gütern. Gefahren wie Hochwasser und Eisstoß hingegen brachten Konflikte mit sich. Der Fluss und dessen Uferbereiche wurden immer wieder den unterschiedlichen Bedürfnissen von Handel und Handwerk sowie deren infrastrukturellen Einrichtungen angepasst. Ausgrabungen in der Regensburger Donautalaue (2009-2015, ehemals Donaumarkt, heute Standort „Museum der Bayerischen Geschichte“) brachten Zeugnisse des frühen Mittelalters bis in die Neuzeit zu Tage. Diese beleuchten vielfältig die Wechselbeziehung von Mensch und Fluss und die damit zusammenhängenden Entwicklungsprozesse zum Stadtquartier. Die früh- und hochmittelalterliche Bevölkerung nutzte zunächst die topographischen Vorbedingungen und die „natürliche“ Flusslandschaft, während im späten Mittelalter zunehmend der Mensch zum Steuerungsfaktor wurde. Das Areal war geprägt durch An- und Abschwemmungen durch die Donau und durch Handwerke, die die Nähe zum Wasser nutzten. Die Infrastruktur wurde immer wieder sehr flexibel den sich ständig verändernden Bedingungen in der Flussaue angepasst. Der im Spätmittelalter aufkommende Gestaltungswille zeigte sich schließlich in Form massiver Aufschüttungen zur Gewinnung von Baugrund. Die Geländeerhöhung ermöglichte es aus dem Risikoareal vor der Stadt ein stabiles Quartier mit fester Parzellierung zu entwickeln. 1320/30 wurde das Viertel durch den Bau einer Mauer an der Donau und im Kontext der spätmittelalterlichen Stadterweiterungen fester Bestandteil der Kernstadt.
Iris Nießen: Studium an der Otto-Friedrich Universität Bamberg, Masterabschluss 2014: „Bauopfer“ der Kathedrale von Chur, Kanton Graubünden (CH). Funde aus Gebäuden des Mittelalters und der Neuzeit; Promotion an der Universität Jena (im Rahmen eines Promotionsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung). 2016–2019 Einbindung als wissenschaftliche Mitarbeiterin in das DFG-Schwerpunktprogramm 1630, Teilprojekt „Binnenhäfen als Knotenpunkte europäischer Kommunikationsnetzwerke“ der Universität Jena. Seit 2020 Mitarbeiterin im DFG-Projekt: Das Haus der Stadt vor 1300. Zudem Forschungen zu Wolfsgruben und Wolfsjagden.
Informationen zur Online-Veranstaltung
Link zum Zoom-Meeting: https://univienna.zoom.us/j/94748508547?pwd=V0pWQUx4Nm9YSkFvQmVnWDYrOHBPZz09
Thema: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, Jahreshauptversammlung, Vortrag Iris Nießen (Regensburger Donauufer)
Uhrzeit: 1.Dez..2021 05:30 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
Sie können auch über den Zoom-Client teilnehmen, wenn Sie folgende Daten verwenden:
Meeting-ID: 947 4850 8547
Kenncode: 060689